Gottesdienste

Liebe Mitmenschen!

Aufgrund der aktuellen Wetterlage und der Tatsache, dass wir für die beheizten Gemeindehäuser keine beschlossenen Hygienekonzepte vorliegen haben, müssen die Gemeindekirchenräte leider folgende geplante Gottesdienste absagen:

14.2.2021 um 14:00 Valentinstagsgottesdienst in Kleinbrembach

21.2.2021 um 10:30 in Kleinneuhausen

21.2.2021 um 14:00 in Berlstedt


Bitte nutzen Sie gern das Online Angebot:

https://www.kirche-im-wdr.de/de/nc/startseite/?tx_krrprogram_pi1%5BcurrentFormat%5D=10

https://www.ndr.de/kirche/radiogottesdienste/index.html

https://www.ndr.de/kirche/radiokirche/Radiogottesdienste-auf-NDR-Info,err26.html

Wir hoffen bald wieder vor Ort miteinander Gottesdienst feiern zu können und freuen uns Sie dann persönlich zu begrüßen.

Wir gehen in die neue Woche mit einem Wort aus dem Lukasevangelium: „Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.“ Lk 18,31

Eine Andacht von Pfarrerin Scheel zum Monatswort Februar finden Sie hier:

https://www.meine-kirchenzeitung.de/apolda-buttstaedt/c-glaube-und-alltag/freut-euch-in-der-krise_a24860

Hier finden Sie eine Andacht zum Sonntag, Estomihi, den 14.2.2021

Der kommende Sonntag trägt den Namen Estomihi (Esto mihi in Deum protectorem. Sei mir ein starker Fels.) Der Sonntag vor Beginn der Passionszeit. Der Sonntag blickt schon auf die beginnende vierzigtägige Fastenzeit – eine Zeit der Vorbereitung und Einkehr – für das höchste Fest der Christenheit: OSTERN.

Evangelium Mk 8,31-38

https://www.bibleserver.com/LUT/Markus8%2C31-38

Predigttext ist ein Wort aus dem Buch Jesaja 58,1-9a:

„Falsches und rechtes Fasten

Rufe laut, halte nicht an dich! Erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk seine Abtrünnigkeit und dem Hause Jakob seine Sünden! 2 Sie suchen mich täglich und wollen gerne meine Wege wissen, als wären sie ein Volk, das die Gerechtigkeit schon getan und das Recht seines Gottes nicht verlassen hätte. Sie fordern von mir Recht, sie wollen, dass Gott ihnen nahe sei. 3 »Warum fasten wir und du siehst es nicht an? Warum kasteien wir unseren Leib und du willst’s nicht wissen?« Siehe, an dem Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und bedrückt alle eure Arbeiter. 4 Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten, wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll. 5 Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit oder seinen Kopf hängen lässt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat? 6 Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! 7 Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! 8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen. 9 Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.“

Liebe Mitmenschen!

Fasten ist längst zu einer Art Lebenskultur geworden. Doch in diesen Tagen verzichten wir auf Dinge, die wir bisher nicht für möglich gehalten hätten. Schule, Freunde, Kollegen, Arbeit … und das hat schon längst das Maß einer „Atempause“ überschritten. Die Kraft für den Verzicht ist aufgebraucht, die psychischen Ressourcen weit über die Grenzen strapaziert. Wie lange noch? … fragen viele Menschen. Jetzt macht der Schnee sogar noch den Radius zunichte, den wir zum Luft holen, noch hatten. Fasten in dieser Zeit? Ich glaube, dass es auch möglich ist, bewusst mit den Fastenwochen in Coronazeiten zu leben. Denn eigentlich hilft uns Corona dabei. Es ist vielfach auch eine Auseinandersetzung mit unseren dunklen Ecken, mit allem wo wir uns selbst im Weg stehen und in Zeiten leichter Ablenkung nur allzu gern drüber hinweggehen. Fasten heißt Dinge weglassen, die mich von mir selbst ablenken. Verzicht und Disziplin üben. „Sieben Wochen ohne“ ist längst kein kirchlicher Insidertipp mehr. Mehr als die Hälfte der Deutschen will in der Fastenzeit auf etwas verzichten, immerhin 5% aus religiösen Gründen. Verzicht steigert den Genuss. Schärft die Empfindungen und damit hebt diese Zeit die kommende Lebensqualität. Das Interesse am Thema Fasten ist riesig. Fasten ist gesund für Körper und Geist. Im Text des Propheten Jesaja geht es auch darum durch Fasten näher mit Gott in Kontakt zu kommen. Jesaja macht hier ethische Verhaltensweisen zum Maßstab. „Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! … Brich mit den Hungrigen dein Brot….. Dann wirst du rufen und der Herr wird antworten: Siehe, hier bin ich.“ Jeder und jede, die sich auf einen Fastenweg mit Glaubenshintergrund oder auf die Suche danach einlässt, muss sich wohl die Frage stellen: Bin ich bereit mich selbst anzusehen? Ein Weg dahin könnte sein:

Suche immer wieder die Stille und lerne abzuwarten!

Wenn du dich aus der Tretmühle des Alltags, des Lockdown Alltags, ziehst, kommt etwas in dir in Bewegung, Blockaden werden sichtbar und du brauchst Geduld, etwas rührt sich in dir. Dafür braucht es stille Zeit.  Manchmal siehst du nicht sofort, worum es geht. Lass dir Zeit und warte ab – im Vertrauen auf Gott, der mit aus der Stille emporsteigt. Gibt die Führung aus der Hand: Das Leben wächst in der Stille. In der Stille kann sich etwas zeigen, sich etwas aus deinem Inneren ganz ohne Kosmetik, Ablenkung und Lärm seinen Platz verschaffen. Es sind nicht nur die gutgeheißenen oder als brauchbar angesehenen Seiten in dir. In der Stille erkennst du dich wahrheitsgetreuer. Dein Selbstbild wird korrigiert. Die Stille erweist sich als wirksamste Methode, die Selbsttäuschung zu entlarven (M. Scott Peck).


Nimm dir Zeit zum Gebet!

Sicher kennst du einen der folgenden Sätze (Quelle: Andreas Ebert und Peter Musto, Praxis des Herzensgebets. Einen alten Meditationsweg neu entdecken. CD mit geführten Meditationen, S. 25ff.):

  • Ich möchte das tun, was mir wirklich wichtig ist, und ich vertue meine Zeit mit Unwichtigem.
  • Die Zeit vergeht und nichts ist geschehen.
  • Ich hätte so gern ein sauberes Zimmer, trotzdem schiebe ich das Putzen hinaus.
  • Ich mag die Stille, doch ich gönne mir diese Zeiten nicht.

Das Gebet ist ein freiwilliger Akt der Seele. Es bedarf nicht der Willenskraft, noch weniger der Härte, sondern nötig sind: Entschlossenheit, Mut und Ehrlichkeit zu sich selbst.

  • Fürchtest du dich vor etwas? Macht dich etwas unruhig?
  • Bist du bereit zu erlauben, dass du in der Stille von etwas betroffen wirst, auch wenn es erschreckend sein sollte?
  • Bist du bereit, von Gott angerührt zu werden?
  • Bist du bereit dich dem Geist auszusetzen, der dich womöglich erschüttert, manches in dir infrage stellt, dich leiden lässt – dich aber auch heilt? Diese Fragen sind nicht gestellt, um beantwortet zu werden, sondern um etwas im Inneren in Bewegung zu setzten. Dabei bleibt es ein Weg, der Schritt für Schritt gegangen werden muss. Doch wir können uns an jedem Punkt dieses Weges sicher sein: „Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.“

So gibt es einen Weg innere Blockaden zu lösen. In Selbstverantwortung. In Gottes Nähe. Inmitten seinem liebendem Strom. So können wir nach diesem Fastenweg selbst neu sagen: Siehe, hier bin ich!

 

 

 

 

 

https://7wochenohne.evangelisch.de/

https://shop.claudius.de/praxis-des-herzensgebets.html

 

Es grüßen Sie herzlich die Gemeindekirchenräte mit Pfarrerin Denise Scheel

Friedhofskapelle in Großbrembach