Eine wacklige Angelegenheit. Rückblick Konfiabschlussfahrt nach Gräfenroda.

Liebe Konfirmanden, liebe Eltern, liebe Gemeinde!

Wir schauen zurück auf die Konfirmandenabschlussfahrt und am Anfang steht der Versuch sich von der Erde mit den Füßen abzustoßen.
Die Konfis versuchen einen Handstand. Wenn die Dinge auf dem Kopf stehen, ist es gut zu wissen, dass mich jemand hält. Auch auf den Händen trägt mich der Boden. Beten ist wie, … da entsteht das gelbe Wunder, der Betbaum, ein Raum mit Klangschale, der ewige Kreis oder das Bettor. Funktioniert beten wirklich? Manche sagen: Nein, vielleicht gibt es Menschen Sicherheit und Halt. Man fühlt sich hinterher besser und hat mehr Hoffnung. Teilweise sagen andere … es kann Kraft geben, motivieren. Direkt Wünsche erfüllen wohl eher nicht. „Jesus erzählte, wie wichtig es ist, Gott so lange zu bitten, bis er antwortet.“ Gar nicht selten antwortet Gott ganz anders als ich es erwarte. Manchmal befähigt er mich zu Dingen, die ich mir selbst nie zugetraut hätte. „Und JEsus betete zum dritten Mal mit denselben Worten.“ Beten kann die Dinge ganz schön auf den Kopf stellen. Da weitet sich ein RAum, Stille kehrt ein, aber meine Gedanken überschlagen sich. Es ist nicht so einfach sie ziehen zu lassen und bei mir in Stille zu sein. Wer versteht mich wirklich? Wo geht mein eigener Weg lang? Wie komme ich mit meinen Eltern besser klar? Wie wächst Vertrauen neu?

Diesen Fragen sind wir am Wochende nachgegangen. Bei wunderbarem Wetter sind wir zum See gewandert oder mitten durch den Wald. Wir haben eine frische Quelle entdeckt und ganz nebenbei miteinander die ein oder andere Grenze überschritten. Nun feiert Ihr Eure Konfirmationen:

Samstag, den 28.5.2022 um 13:30 in der Kirche Kleinbrembach wird Greta Schaar konfirmiert.

Pfingstsonntag, den 5.6.2022 um 11:00 vor der Kirche Vogelsberg wird Alena Lippich konfirmiert und Alec Creuzburg getauft und konfimiert.

Für den neuen Konfirmandenjahrgang 2022/2023 findet der Elternabend mit allen Informationen und Terminen am Dienstag, den 17.5.2022 um 19:00 im Gemeindehaus in Stotternheim statt. Herzliche Einladung allen Interessierten! Wir haben einen einjährigen Kurs hin zur Konfirmation.

Einladung Konfikurs 2022-23

Jesus ist auf-ge-er-standen – Ostern – Gottesdienste 2022

Jesus ist aufgestanden, sagt die kleine Emma nachdem Sie die Geschichte vom Kreuz, der leeren Grabeshöhle und der Auferstehung gehört hat.
Was hat dir an der Geschichte am besten gefallen, frage ich meist nach dem Erleben einer Godly Play Erzählung. Oft antworten die Kinder: alles! Zur Ostergeschichte sagen sie: Das der Jesus aufgestanden ist.

Wir gehen gemeinsam einen Weg.

Am Gründonnerstag wollen wir – wie Jesus mit seinen Freunden – gemeinsam Abendmahl feiern. Brot brechen und teilen. Gemeinsam an einer langen Tafel. Vergeben, lieben, glauben, zweifeln, treu sein und erinnern.

Herzliche Einladung am Gründonnerstag um 17:00 zum Tischabendmahl für Familien in die Kirche nach Vippachedelhausen oder um 19:00 zum Tischabendmahl in Vogelsberg (Rentnerraum) mit Tischabendmahl, gemeinsamen Essen und Filmabend!

Karfreitag erzählt vom Verlassensein, von Schmerzen, Hilferufen aus allen Mündern, Ohnmacht und Angst. Auch das gibt es in unserem Leben. Wir gehen einen Weg mit Jesus, nehmen unser Kreuz auf uns, und wagen uns in dunkle Ecken vor. Mit Jesus, dessen Gewand strahlt für alle hell. Bis die Sonne sich verfinstert und der Tempelvorhang reißt. Drei Tage und drei Nächte ist es dunkle Nacht.

Herzliche Einladung zu den Karfreitagsgottesdiensten am Karfreitag, 15.4.22, um 10:30 in Kleinbrembach Kirche mit Abendmahl, um 13:00 in Berlstedt mit Abendmahl und um 14:30 in Thalborn mit Abendmahl.

Die Osternacht feiern wir am Samstag, den 16.4.22 um 22:00 in Neumark und am Sonntag, den 17.4.22 um 6:00 in Großbrembach Kirche mit anschließendem Frühstück.

Das Licht der Osterkerze brennt und durch die Lande schallt das „Halleluja, er ist auferstanden!“ In diesen Osterruf stimmen wir ein, der Tod lässt Menschen in die Knie gehen, doch Gottes Liebe richtet wieder auf. Die drei Frauen an Jesus Grab verlieren zunächst ihren Ort, bis sie neuen Halt unter den Füßen finden. Es braucht Zeit bis sie ahnen, hoffen und weitergehen können. Wie soll das gehen mit der Auferstehung? Aufgestanden? Auferstanden? … Wir sind auf dem Weg.

Herzliche Einladung zum Ostersonntag um 10:00 zum Familiengottesdienst OPEN AIR vor der Kirche in Vogelsberg!

Und Ostermontag um 10:00 zum GD in Ellersleben.

„Das Kreuz auf Golgata
wird zur Schnittstelle
von Gott und Mensch:
Nach dem Aufstieg
aus der Todestiefe
hat Jesus Christus
das Gipfelkreuz des Lichtes
erreicht. Damit ist zugleich
die Expedition Menschheit
in einer einzigen Seilschaft verknüpft,
auf dem Berg des neuen Lebens
angekommen.“ A. Knapp

Es grüßen Sie die Kirchengemeinden mit Pfarrerin Denise Scheel

Trösten, vergeben, mit Schuld umgehen, Gott und das Leiden, was kommt danach?

Wir sind zurück von einem mit Eindrücken gefüllten Konfiwochenende auf der Burg Lohra. Mitten in der Passionszeit haben wir uns mit den Themen: Trösten, vergeben, mit Schuld umgehen, Gott und das Leiden und was kommt danach? beschäftigt. Die besondere Kapelle der Burgruine habt ihr bei einer Nachtwanderung erkundet, bis wir am letzten Tag darin eine besondere Andacht gefeiert haben. Eure Leidenskreuze und Jenseitskisten sind jeweils einzigartig und stark in den Bildern.

Hier ein paar Eindrücke vom Wochenende:

Konfi-Wochenende vom 18.3.-20.3.22 auf der Burg Lohra

Liebe Konfis, liebe Eltern,

wir laden herzlich ein zu unserem nächsten Konfi-Wochenende vom 18.03.-20.03. auf die Burg Lohra bei Bleicherode ein. Die mittelalterliche Burganlage mit ihren großzügigen Räumlichkeiten lässt auch wieder eine Corona-gerechte Veranstaltung zu, ein entsprechendes Hygienekonzept ist vorbereitet.

https://www.gruppenhaus.de/burg-lohra-grosslohra-hs4231.html

Unser Thema ist diesmal eng mit der bevorstehenden Passionszeit verbunden: „Wie gehen wir mit Leid und Schuld um?“

Wer interessiert ist, bekommt nähere Informationen zugeschickt. Ihr erreicht mich unter: denise.scheel@ekmd.de

Wenn Ihr teilnehmt, meldet Euch bitte bis spätestens Mittwoch, den 09.03. unter dieser Mailadresse denise.scheel@ekmd.de an. Den Teilnehmerbeitrag in Höhe von € 30,- überweist vor Fahrtantritt bitte unter dem Stichwort „Konfi-Fahrt Burg Lohra“ auf das Konto unseres Kirchenkreises:  

Evang. Kirchengemeinde Stotternheim
IBAN: DE32 8205 1000 0130 083542
BIC: HELADEF1WEM

Wir freuen uns auf die gemeinsamen Tage, unsere gemeinsame Gottsuche und auf eine gute Zeit mit Euch!

 

Herzliche Grüße!

Pfarrerin Denise Scheel, Pfarrer Redeker, Pfarrer Dr. Süß und Kreisjugendreferentin Melanie Oswald

 

Pfarrerin Denise Scheel

Evang.-Luth. Pfarramt Großbrembach

Platz der Demokratie 1

99628 Buttstädt OT Großbrembach

Tel.: 017631488225

Gebete und Spenden für den Frieden in der Ukraine

„In diesen dunklen Tagen, Schutz suchend vor den Bomben und Grananten, in Kellern und Bunkern geben eure Solidarität und eure Unterstützung uns Hoffnung“, so die Nachricht der Frauen des Ukrainischen Weltgebetstagskomitees an die europäischen Nachbarinnen. In den vergangenen Tagen sind bei Ihnen Solidaritätsbekundungen, Hilfsangebote und Friedensgebete aus Kroatien, Polen, Rumänien, Deutschland, aber auch aus Russland und vielen weiteren Ländern eingetroffen.

„Wir sind dankbar für eure Gebete, für … Hilfe eurer Länder, für jede Person, die geflüchteten Mneschen hilft oder sich an Anti-Kriegs-Demonstrationen beteiligt.“ so die Weltgebetstagsfrauen aus der Ukraine.

Mit unseren Gebeten und Gedanken sind wir bei den Menschen in der Ukraine und den umliegenden Ländern in ihrer Angst und Not. Auch morgen beten wir beim Weltgebetstag um 18:00 in Vogelsberg im Bürgerhaus gemeinsam für den Frieden. Herzlich Willkommen!

https://www.frauenarbeit-ekm.de/landeskirche-spenden-friedensgebete-ukraine/

Beten für die Menschen in der Ukraine:

Ökumenisches Friedensgebet 2022

Gütiger Gott, wir sehnen uns danach,
miteinander in Frieden zu leben.

Wenn Egoismus und Ungerechtigkeit
überhandnehmen,
wenn Gewalt zwischen Menschen ausbricht,
wenn Versöhnung nicht möglich erscheint,
bist du es, der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.

Wenn Unterschiede in Sprache,
Kultur oder Glauben uns vergessen lassen,
dass wir deine Geschöpfe sind und
dass du uns die Schöpfung als gemeinsame
Heimat anvertraut hast,
bist du es, der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.

Wenn Menschen gegen Menschen
ausgespielt werden,
wenn Macht ausgenutzt wird,
um andere auszubeuten,
wenn Tatsachen verdreht werden,
um andere zu täuschen, bist du es,
der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.

Lehre uns, gerecht und fürsorglich
miteinander umzugehen und der
Korruption zu widerstehen.

Schenke uns mutige Frauen und Männer,
die die Wunden heilen, die Hass und Gewalt
an Leib und Seele hinterlassen.

Lass uns die richtigen Worte, Gesten und
Mittel finden, um den Frieden zu fördern.

In welcher Sprache wir dich auch als
„Fürst des Friedens“ bekennen,
lass unsere Stimmen laut vernehmbar sein
gegen Gewalt und gegen Unrecht.

Amen.

Sr. Mary Grace Sawe

Die Autorin wurde 1974 in Kenia geboren. Die Missionsschwester vom Kostbaren Blut kam 2010 als ausgebildete Krankenschwester nach Deutschland.

Ihre Arbeit lehrte sie unter anderem, wie wichtig Zuhören ist – vor allem bei kranken und gebrechlichen Menschen. Seit 2016 arbeitet sie als Seelsorgerin in einer deutschen Gemeinde und beginnt in diesem Jahr einen Dienst in der Krankenhausseelsorge.

 

Mit Wind unter den Flügeln. Lieben.

„Beständig ist das leicht Verletzliche.“ von Oskar Loerke

Wir laden Sie herzlich zu unserem Valentinstags-Segnungsgottesdienst ein!

am Sonntag, den 13.2.22

10:00 nach Kleinbrembach in der Kirche

14:00 nach Berlstedt in der Kirche

Es ist ein Gottesdienst für alle frisch Verliebten, jung Gebliebenen, Sehnsüchtigen, allein oder zu zweit oder mit Kindern an der Hand.
Sie können Gottes Segen empfangen. Gute Worte für das eigene Leben für sich wirken lassen.

Unser Motto: „Mit frischem Wind unter den Flügeln. Lieben.“

Wie bisher gelten im Gottesdienst die 3 G Regeln, Tests liegen auch vor Ort bereit. Für den GD Besuch in Kleinbrembach melden Sie sich bitte rechtzeitig vorher unter folgender Telefonnummer an, damit die Plätze kalkuliert werden können: Tel.: 03637/297677. Vielen Dank!

Es grüßen Sie herzlich

Ihr Gemeindekirchenrat Kleinbrembach und Berlstedt mit Kantor Fabian Kiupel und Pfarrerin Denise Scheel

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„Gedichte sind eine Form, mit seinen Gefühlen zu denken.“ Elizabeth Bishop

Für Einen
von Mascha Kalèko

„Die Andern sind das weite Meer. Du aber bist der Hafen. So glaube mir: kannst ruhig schlafen, Ich steure immer wieder her.
Denn all die Stürme, die mich trafen, Sie ließen meine Segel leer. Die Andern sind das bunte Meer, Du aber bist der Hafen,
Du bist Leuchttum. Letztes Ziel. Kannst Liebster, ruhig schlafen. Die Andern … das ist Wellenspiel, Du aber bist der Hafen.“

Wie wird das Leben gut? – Rückblick Konfiwochenende in Braunsdorf

Liebe Konfis, liebe Interessierte!

Wir sind mit vielen schönen Erinnerungen zurück von unserem Konfiwochende in Braunsdorf.
Oben auf dem höchsten Punkt im CVJM Jugendhaus gab es zwar kaum Internet, aber dafür noch etwas Schnee.
Nach einigen Ausfällen durch die Coronazeit konnten auch die schon konfirmierten Jugendlichen noch ausgefallene Themen nachholen. Diesmal ging es in drei Themeneinheiten um die Frage: „Wie wird das Leben gut?“ 17 Konfirmandinnen aus dem Bereichen Stotternheim, Schlossvippach und Großbrembach hören von Zäunen und Freiräumen. Wozu sind Zäune gut? Wir gehen der Frage nach und tauchen ein in die Welt vor 3000 Jahren, erleben Levi mit seiner Sippe, ihren festen Zusammenhalt, wir erfahren etwas über ihre Lebensgrundlagen und Lebensregeln für ein gelingendes Miteinander. Dann dürfen die Jugendlichen ihre diabolische Seite herauskehren und überlegen, was müssten wir tun, um dieses gelingende Leben zu zerstören? Wir hören von Olivenbäumen, die umgehauen werden, Zwietracht, die zwischen den Familienmitgliedern gesät wird, bis hin zur Verleumdung. Schnell ist klar: Hier liegen ja schon fast die 10 Gebote aufgereiht. Die Geschichte vom reichen Kornbauern stimmt uns nachdenklich. Wir versuchen Sie ins Heute zu übersetzen. Die Jugendlichen werden durch Videoclips von Teamerin Nelli begleitet und die Goldene Regel des Christentum kommt dazu: „Was du dir wünschst, das tue dem anderen.“ Am Samstag steigen wir im übertragenen Sinn in einen Bus und erleben Überraschendes. Ein Pöpler im Bus, ein Opfer, das drangsaliert wird, die Beobachter, der Busfahrer und die Türen. Alle Rollen sind besetzt und es geht energiegeladen los. Wie gut reagieren in einer solchen Situation? Wir üben und sprechen darüber. Die Jugendlichen sind mehrheitlich überzeugt: Es ist wichtig, sich für andere einzusetzen. Uns wird klar, dass geht nicht in jeder Situation gleich. Die Geschichte vom barmherzigen Samariter macht uns deutlich: Helfen kostet etwas. Wir überlegen was einen im Nofall trägt, wer einen im Notfall trägt. Wie Schmerzen gelindert werden können: Die Sichtbaren und die Unsichtbaren. Abends ziehen die Werwölfe durch den Gruppenraum und die Bürger versuchen ihr Bestes um am Leben zu bleiben…

Wir freuen uns auf das nächste Wochenende mit Euch vom 18.3.-20.3.2022.

Wir wollen wieder gemeinsam in ein Freizeitheim fahren.
Sobald die Modalitäten geklärt sind, erhaltet Ihr eine Einladung!

Herzliche Grüße und bis bald!

Eurer Konfiteam (Jugendreferentin Melanie Oswald, Pfarrer Joachim Süß, Pfarrer Jan Redeker, Pfarrerin Denise Scheel)

Eine schöne Liebe finden

Liebe Mitmenschen!

Eine zugige Wartehalle. Eine handvoll Menschen warten auf den nächsten Zug und leichte Flocken fallen vom Himmel herab. Es gibt einen kleinen Kaffeeladen, ein warmes Plätzchen, um den sich die Menschen versammeln. Sie bestellen Milchkaffee, Espresso, Kaffeelatte … und reichen das Geld über die Theke. „Trinkgeld ist gut fürs Karma“ steht links auf einer Dose und der ein oder andere gibt mit einem Lächeln etwas mehr als er muss. Weihnachten – das Fest der Liebe. Maria hält ihr Neugeborenes liebevoll lächelnd im Arm. In einem alten Gebet nennen sie Menschen die „Mutter der schönen Liebe“. Eine seltsame Bezeichnung. Ist Liebe nicht immer schön? Kann Mutterliebe nicht ausschließlich überfließen wie ein nie versiegender Strom? Nein, in unserer zugigen Welt, ist Liebe nicht immer schön. Nein, nicht alle Hürden kann sie überwinden. Manchmal ist sie von ihrer Bestimmung schmerzlich getrennt.

Nicht immer geben wir mehr als wir müssen … denn wer liebt, der öffnet sein Herz und ist berührbar, mit einem Mal verletzbar. Der ist manchmal ziemlich wehrlos, fast ohnmächtig, wenn er an Stellen berührt wird, wo es wehtut, wo alte Wunden liegen … und manchmal bereitet es dem anderen geradezu eine diabolische Freude, genau dort hinein zu piksen. In einer Liebe nicht verstanden zu werden und nicht zu verstehen, das macht einsam. Manchmal einsamer als sich klar für ein Single Leben zu entscheiden.

Was ist eine „schöne Liebe“? Wenn mir Menschen bei einer Trauerfeier sagen: „Das haben sie schön gemacht.“, dann glaube ich meinen Sie etwas, das sich mit passend oder stimmig übersetzen lässt. Eine Beerdigung ist dann schön, wenn sie stimmt. Worte und Stimmungen, die dem Verstorbenen und den Trauernden gerecht werden. Eine Situation in der es „passt“. Und eine Liebe ist dann schön, wenn sie stimmt. Wenn sie Menschen aufrichtet und sie in einem geistlichen Sinn über sich hinauswachsen können.

Eine schöne Liebe, die sich herschenkt und gibt – und nicht ausschließlich eigene Bedürfnisse ganz oben an setzt. Eine Liebe, die dennoch aus der Kraft lebt, die eigenen Bedürfnisse zu achten. Die aushalten kann und Kräfte sammelt, bis ihr Feuer Funken sprüht und andere erwärmt. Eine Liebe, freigiebig und großherzig. Maria – diese junge Frau und Mutter – wird ihren Gott oft genug nicht verstanden haben. Doch sie liebt, auch wenn nicht alle Fragen ausgeräumt und alle Zweifel beseitigt sind. Das ist eine „schöne“ Liebe.

Wenn sie nicht an zu viele Erwartungen gebunden ist. Wenn es Freiraum gibt, in dem sich beide bewegen können. Wenn der Lebensrucksack wie eine Wundertüte – ohne zu sehen und auszusortieren – angenommen ist. Eine Liebe, die den anderen frei lässt, der Mensch zu werden, der er sein will. Eine Liebe, die im anderen ein Geheimnis sieht und es achtet – und ihn nicht zu dem verbiegen möchte, wie ich ihn oder sie gern hätte. Eine schöne Liebe entsteht, wenn wir lieben, obwohl wir nicht begreifen.

Heute ist diese Liebe für Sie hoffentlich ein Handeln auf eine Stimme des Herzen hin. Dem Geheimnis der Weihnacht zu „glauben“ heißt auch: Nicht verstehen und sich doch hingeben. Ja, sagen, trotz aller Zweifel und Fragen. Dass ein Gott Mensch wird, ja, ein Kind in der Krippe. Das ist „Gottes schöne Liebe“. Gott liebt seine Menschen. Mit einer Umarmung und einem Lächeln tritt er in Beziehung. Eine schöne Liebe, vor der wir staunend stehen mit Maria und Josef, den Hirten, den Weisen aus dem Morgenland. Staunend – wie ein Kind unter dem Weihnachtsbaum. Reich beschenkt und stimmig.

Es grüßt Sie herzlich Pfarrerin Denise Scheel

Hoffnung für jeden Tag im Advent

Liebe Mitmenschen!

Heute am 2.12 grüße ich Sie mit dem Tageswort: „Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon.“ 1. Joh 2,8 Das sind dieser Tage herausfordernde Worte, wo doch angesichts abgesagter Weihnachtsmärkte und regional sehr verschiedenen Situationen in den Schulen, Krankenhäusern und auf den Arbeitsstellen – manches erhoffte Licht erloschen ist und jetzt graue Töne in den Gesichtern und Stimmungen vorherrschen. Wir haben alle gemeinsam gehofft, dass dieses Weihnachten wieder mehr „normal“ sein kann und nun stehen wir vor noch größeren Herausforderungen im Ehrenamt und im Hauptamt als noch im letzten Jahr. 3 G im Gottesdienst und 2 G + für Chöre und Konzerte. Eine große Verantwortung auf allen Seiten. Die Gemeinderäte werden in den nächsten Wochen beschließen, wie und ob Gottesdienste in Ihrem Ort stattfinden können. Bitte schauen Sie in Ihre Schaukästen vor Ort!

Aus meiner Wahrnehmung haben Sie als Gemeindekirchenräte und Gottesdienstbesucher die Situation bisher vor Ort nach besten Kräften gemeistert. Ich kann verstehen, wenn die Kräfte nach 1,5 Jahren schwinden. Angesichts der Schwere der Situationen in den Häusern ist es auch in Ordnung, jetzt sprachlos und kraftlos zu sein. Manches Mal fehlen jetzt einfach die Worte. Wir bemühen uns weiter mitzugehen, mitzutragen und auszuhalten, was einfach kaum auszuhalten ist. Trauernde danken es in aller Stille. Kleine Gesten bleiben wichtig. Gehen wir Schritt für Schritt nach unseren eigenen Kräften.

In den Begegnungen vor Ort kommt es manchmal wohlwollend zurück: „Schön, dass die Kirche noch da ist“. Als geistlichen Impuls für jeden Tag lade ich Sie herzlich ein in die Impulse der Stadtgemeinden in Leipzig einzutauchen … wie ein kleiner Bummel über einen virtuellen Weihnachtsmarkt. Viel Freude damit!

www.adventskalender-leipzig.de

Es grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Denise Scheel