Konfifahrt 2019 nach Polen

„Junge Leute mit Rollator? Was ist da denn verkehrt?“ So werden sich die entgegenkommenden Autofahrer und sonstige Passanten in Cieplice gefragt haben, als 40 Jugendliche Ende vergangener Woche mit diversen Rehabilitationsutensilien durch die Gassen der polnischen Kleinstadt tobten. Es machte den jungen Leuten sichtlich großen Spaß, doch ging es ihnen zugleich um ein erstes Anliegen. Die evangelische Kirchengemeinde von Cieplice in der Nähe von Jelenia Gora verleiht seit Jahren Sanitätsartikel an Bedürftige, jährlich etwa an 2000 Menschen. Im Rahmen der diesjährigen Abschlussfahrt der Konfirmandinnen und Konfirmanden aus den Pfarrbereichen Buttelstedt, Großbrembach, Buttstädt, Hardisleben und Rastenberg wurde zugunsten dieser sozial-diakonischen Arbeit der polnischen Gemeinde eine ungewöhnliche Sammelaktion gestartet. Besonders die Pflegeeinrichtung „Am Schwanenteich“ aus Kölleda stellte zahlreiche eingelagerte Rollstühle, Gehhilfen, Toilettenstühle und eben Rollatoren zur Verfügung. Diese wurden dann zunächst per Reisebus und zuletzt „per Hand“ in die Erlöserkirche in Cieplice gebracht, wo die Ehefrau des Ortspfarrers, Joanna Koziel, die Gegenstände in Empfang nahm. „Diese Arbeit ist sehr wichtig. In Polen gibt es keine Versicherungsleistungen für Rehabilitation. Viele Menschen sind nach einer Operation auf sich gestellt, können sich aber einen Rollstuhl einfach nicht leisten“, führte die junge Frau, begleitet von ihren Kindern, aus. Das restliche Wochenende stand unter dem Thema Abendmahl. Es wurden verschiedene Aspekte dieses besonderen Glaubensaktes beleuchtet. Daneben standen aber auch Freizeit, Stadtbummel und Schwimmbad auf dem Programm. Schon zum zweiten Mal gastierte eine Konfirmandengruppe, diesmal unter der Leitung von Pfarrerin Denise Scheel, Pfarrerin Anne Simon und Pfarrer Andreas Simon im orthodoxen Jugendbegegnungszentrum „St. Stefan“, dass durch einen wunderschönem Blick auf das Riesengebirge begeistert.

Herzliche Grüße
Pfarrer Andreas Simon, Pfarrerinnen Anne Simon und Denise Scheel

Ostern entgegen gehen!

Jesus betet im Garten Gethsemane

„Und Jesus ging nach seiner Gewohnheit hinaus an den Ölberg. Es folgten ihm aber auch die Jünger. Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen: Betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallt! Und er riß sich von ihnen los, etwa einen Steinwurf weit, und kniete nieder, betete und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und er rang mit dem Tode und betete heftiger. Und er stand auf von dem Gebet und kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend vor Traurigkeit und sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damir ihr nicht in Anfechtung fallt.“ – Lk 22, 39ff

„Jesus: Ich bin’s, der mit dir redet.“

Jesus und die Samariterin – Joh 4,26

Herzliche Einladung zum 300. Jahrfeier der Kirche „St. Bonifatius“ in Kleinbrembach!

Wir wollen dieses besondere Jubiläum am 23. Juni 2019 mit einem Festgottesdienst feiern! Zu Gast wird bei uns Landesbischöfin Ilse Junkermann sein. Sie wird den Gottesdienst mitgestalten und im Gottesdienst predigen. Der Gottesdienst beginnt um 13:00 Uhr und wird bereichert durch das Männerquartett „Fracksausen“. Diese werden nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken ein Konzert in der Kirche geben.

Das Bild von Jesus mit der Samariterin ist auf das Jahr 1904 datiert. Es hing lange Zeit direkt im Altarbereich der Kirche, bis es entfernt und an die rechte Seite des Kirchenraumes platziert wurde. Viele Einheimische sehen es heute noch als „Negativ“ vor sich, wenn sie in Richtung Altar schauen. Jesus spricht mit einer Frau am Brunnen. Es wird ein Gespräch tiefer Erkenntnis. „wer aber von dem Wasser trinken wird, was ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt“. 300 Jahre Kirche. 300 Jahre Glauben an Jesus Christus. An ein neues Sehen des eigenen Lebens … Wie sähe solch eine Begegnung mit Jesus wohl heute aus? Welche Fragen hätten wir an ihn? Könnten wir ihm zuhören?

Im Moment können wir den 2. Bauabschnitt der „Mauerkronensanierung“ aufnehmen. Die Bauarbeiten an der Kirche werden in den nächsten Tagen beginnen. Die Fördermittelanträge sind von seitens der Landeskirche EKMD und von seitens des Thüringer Landesamtes für Denkmalschutz und Archäologie so beschieden, so dass mit der Instandsetzung der Nordfassade begonnen werden kann. Darüber freuen wir uns sehr und danken allen Unterstützer*innen für Ihren Beitrag zu diesem Projekt.

Es grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Denise Scheel

St. Bonifatius – März 2019

Rückblick Segnungsgottesdienst zum Valentinstag 2019

Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 1. Joh 4,16

„………… Lachen ist gesund – das weiss schon der Volksmund. Das Lachen miteinander nährt unsere Liebe…Hilft uns über den Ernst des Lebens hinweg zu schweben und sich selbst und die Macken des Partners nicht ganz so wichtig zu nehmen. Abraham und Sara, dieses alte Paar lacht miteinander – über Gottes komischen Plan. Kinder lachen übrigens 400 mal am Tag. Erwachsene meist so um die 15 mal. Können Sie sich daran erinnern, wann sie das letzte Mal herzhaft und aus voller Seele gelacht haben. Wir alle waren einmal kleine Kinder und konnten aus vollem Herzen lachen. Manchmal ist uns das im Ernst des Lebens etwas verloren gegangen… Oder, wir können über Witze aus dem Freundeskreis nicht so recht lachen. Schauen wir noch einmal auf die Kinder: Kleine Kinder lachen z. B. weil
sie hinter den versteckten Händen, die Mutter wieder entdecken,
etwas Unerwartetes passiert,
weil es Freude macht sich im Wald hinter einem Baum zu verstecken und die anderen suchen zu sehen,
ein Hund mit dem Schwanz wedelt und er so ein weiches Fell hat, sie im Wasser planschen und es einfach Spaß macht.
Heute am Valentinstag verschenken viele Menschen Blumen und zaubern so ein Lachen auf das Gesicht ihrer Liebsten. Oder ein Essen bei Kerzenschein … ein romantischer Auflug … nur Zeit zu Zweit im Trubel der kinderreichen Familie. Lachen und Lieben. Das gehört unbedingt zusammen. Lachen ist befreiend. Es löst unsere Anspannungen, Ängste, und den täglichen Ärger. An dem sich Paar im Laufe der Jahre durchaus festbeißen und aufreiben können. In solchen Situationen wünsche in uns allen ein Lachen auf unserem Gesicht. Ein Lachen über uns selbst und über die komische Situation. Das wir uns auch nach vielen Ehejahren zusammen nicht so ernst nehmen. Also falls sie keine Lust darauf haben heute Blumen zu verschenken, wie wäre es mit diesen LachIdeen: Besorgen Sie sich eine Clownsnase und fahren sie damit Auto. Sie werden viele lachende Gesichter sehen.
Nehmen Sie einen Bleistift oder ein Essstäbchen zwischen die Zähne und bemerken sie achtsam, wie die Anspannung der Lachmuskeln im Gesicht zum wahren inneren Lachen führen.
Lächle dich selbst in einem Spiegel an. So richtig breit.
Lehn dich entspannt zurück, schließ die Augen und stell dir vor, wie die Sonne auf dein Gesicht fällt, vielleicht an einem See oder Meer oder in den Bergen, wo du dich wohl gefühlt hast. Stell dir vor, dir begegnen gerade nur lachende Gesichter. Und nun: Lächle!! ………

Abraham lachte. Er und Sarai waren sehr alt. Gottes Versprechen klingt so unmöglich. Und sie können sich vorstellen, was dann geschah: Abraham und Sara bekommen einen Sohn. Und wieder lachen sie. Deshalb nennen sie das Baby „Lachen“. In ihrer Sprache heißt das Wort für Lachen „Isaak“. ……….“

– Auszüge aus der Predigt von Pfarrerin Scheel





Transgender*


Der Sonnengesang des Franziskus von Assisi

Höchster, allmächtiger, guter Herr, dein sind das Lob, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen. Dir allein, Höchster, gebühren sie,und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen. Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, zumal dem Herrn Bruder Sonne, welcher der Tag ist und durch den du uns leuchtest.

Und schön ist er und strahlend mit großem Glanz: Von dir, Höchster, ein Sinnbild. Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne;am Himmel hast du sie gebildet, klar und kostbar und schön. Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken und heiteres und jegliches Wetter, durch das du deinen Geschöpfen Unterhalt gibst.

Gelobt seist du, mein Herr,durch Schwester Wasser, gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch. Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Feuer, durch das du die Nacht erleuchtest; und schön ist es und fröhlich und kraftvoll und stark.

Gelobt seist du, mein Herr,durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter. Gelobt seist du, mein Herr, durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen und Krankheit ertragen und Drangsal. Selig jene, die solches ertragen in Frieden, denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt.

Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben. Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun. Lobt und preist meinen Herrn und dankt ihm und dient ihm mit großer Demut.

Aus: Franziskus-Quellen, Butzon und Bercker 2009

Segnungsgottesdienst zum Valentinstag


Wir laden Sie herzlich zu unserem Valentinstags- Segungsgottesdienst am 14.02.2019 um 17 Uhr in die St. Elisabeth Kirche nach Ellersleben ein.

Sich von Gottes Segen wärmen lassen.“

Es ist ein Gottesdienst für Paare, frisch Verliebte, Alleinstehende…. Segen ist Kraft von oben empfangen, gut sagen was ist und Hoffnung in die Zukunft setzen
Im Anschluss ist ein gemütliches Essen geplant.

Es grüßt Sie herzlich!
Die Kirchengemeinde Ellersleben und Pfarrerin Denise Scheel


Jahreslosung 2019

Meide das Böse und tue das Gute; suche Frieden und jage ihm nach!“Psalm 34,15

Ein neues Jahr beginnt! 2019. Das Ende eines Märchens: Schneewittchens Leben ist gerettet. Aller Vernichtungsaufwand ist umsonst. Schneewittchen ist von der Liebe belebt und schön wie eh und je. Die alte Königin erwartet, was sie sich selbst bereitet hat. Sie ist in eiserner Verbissenheit dreimal über die sieben Berge gelaufen. Ein vergifteter Gürtel, ein vergiftender Kamm, ein vergifteter Apfel. Doch das Gift macht sie – ihre Seele – nur von mal zu mal giftiger. Mit Schönheit deckt sie ihr gottloses und boshaftes Wesen zu. Die Glut ihres Hasses ist heiß. Ihr Vernichtungswille formt sich zum Ende des Märchens zu eisernen Pantoffeln. Kein Richter braucht ein Urteil zu sprechen. Siehe, so sehen deine Erdenschuhe aus. Es sind selbst geschmiedete Schuhe. Dein eiserner Wille gab den Stoff, dein brennender Hass die Glut. Du stehst vor deinen abgelaufenen Taten. Tritt ein und erlebe sie an dir selbst. Die Stiefmutter tanzt in den rot glühenden Schuhen, bis sie tot zur Erde fällt. Erwachsene würden den Schluss dieses Märchens gern weglassen. Kinder verlangen danach. Sie fordern die Bestrafung des Bösen ein. Nicht weil sie rachsüchtig sind, sondern sie kennen das Böse von sich selbst. Nach einer bösen Tat kann uns so Angst werden, dass wir uns nicht zu lassen wissen. Wenn wir ein schlechtes Gewissen haben, dann sitzen wir auf glühenden Kohlen. Im Märchen wird das Böse ausgebrannt und stirbt. Das Gute siegt. Kinder haben ein Empfinden dafür, dass das Böse beendet, unterbrochen, und beseitigt werden muss. Auch die Bibel weiß: Der Einzelne ist dafür verantwortlich, zwischen gut und böse, Umkehr und Vergebung zu wählen. Die Worte Salam – Schalom — Pax meinen eine Versöhnung, einen Frieden mit Gott, Frieden mit anderen und vor allem den Frieden mit sich selbst. „Spieglein, Spieglein an der Wand, was zeigst du mir über mein Seelenland?“ Nur was ich als falsch erkannt habe, kann ich in Zukunft meiden. Nur wenn ich es als Böse in mir erlebe, kann ich um Ent-schuldigung oder Vergebung bitten. Ein Reinigen der Seele ist für Kinder heute genauso wichtig, wie für Erwachsene. Sich selbst wieder im Spiegel anschauen zu können und dem Gutem, dem Frieden in uns und mit Gott zu folgen. Dazu dienen Rituale der Buße, der Beichte und des Gebets. Sie können uns die Anstrenung nicht ersparen, das Böse zu sehen und für einen Moment gemeinsam mit Gott und meinem Gegenüber zu tragen. Ich glaube nur so lernen Menschen. Nur so werden wir in unserer Seele rein. Dieser schwierige Moment lässt sich nicht einfach überspringen. Aber spricht uns unser Gegenüber dann vergebende, lösende Wort zu, dann kann die Seele heilen. Dann kann alles gut werden. Gott will unseren Frieden. Der Weg dahin ist kein Kinderspiel. Die Jahreslosung 2019 ist richtungsweisend: „Meide das Böse und tue das Gute; suche Frieden und jage ihm nach!“

„Herr, du erforschest mich und kennst mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht schon wüßtest. Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“Psalm 139

„Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ 1. Joh 1,8-9